Eichenprozessionsspinner, Gespinstmotte und Goldafter

Nachdem im letzten Jahr in verschiedenen Anlagen ein Befall mit dem Eichenprozessionsspinner festzustellen war, wurden in diesen Bereichen die Bäume vorbeugend gegen den Schädling gespritzt. Erstmals in diesem Jahr ist ein Befall mit der Goldafter-Raupe festzustellen.

Eichenprozessionsspinner2

Foto: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Der Eichenprozessionsspinner befällt bevorzugt Eichen, teilweise auch Erlen. Die nur ca. 0,1 mm langen Brennhaare der Raupen stellen eine akute Beeinträchtigung für die menschliche Gesundheit dar. Informationen diverser Behörden finden Sie am Ende dieser Seite zum Download.

 

Folgende Krankheitserscheinungen können ausgelöst werden:

  • juckende Hautentzündungen
  • Entzündungen der Augenbindehaut, der Augenhornhaut und Regenbogenhaut
  • Nasen-Rachen-Schlund-Entzündungen, Schluckbeschwerden
  • Entzündungen der Bronchien, Asthmaanfälle, allergischer Schock
  • Schwindel, Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl

 

Vorsorgemaßnahmen:

  • befallene Bereiche meiden
  • Raupen und Nester nicht berühren, Kinder nicht mit Raupen spielen lassen(!)

 

Im Notfall nach Kontakt mit Raupenhaaren:

  • sofort Kleidung wechseln, Schuhe ausziehen und nicht in den Wohnbereich bringen; intensiv duschen, Haare waschen
  • Arzt aufsuchen und auf Kontakt mit Raupenhaaren hinweisen(!)
  • kontaminierte Kleidung waschen (möglichst über 60 °C)

 

Befall melden

Sofern Sie einen Befall feststellen - ob im heimischen Garten oder im öffentlichen Bereich - melden Sie dies bitte beim Markt Meitingen, Achim Zwick, Tel. 08271/8199-15, E-Mail: a.zwick@markt-meitingen.de.

Diese Mitteilung ist für uns wichtig, um einen Überblick über die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners zu erhalten.

Wichtig:
Für die sachgemäße Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Privatbereich ist der jeweilige Betroffene selbst verantwortlich. Herr Zwick kann dafür geeignete Fachfirmen nennen.

 

Gespinstmotte

Nicht zu verwechseln ist der Eichenporzessionsspinner mit der Gespinstmotte. GespinstmotteDie Raupen einiger Gespinstmottenarten fressen Pflanzen völlig kahl und überziehen Stämme, Äste und Zweige komplett mit einem Gespinst, in dem sie gesellig leben. Vor allem Traubenkirschen, aber auch Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln oder Weiden, gelegentlich auch Obstbäume werden befallen (Nähere Informationen nachfolgend zum Download)

Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner geht von den Raupen der Gespinstmotte keine gesundheitliche Gefährdung aus.

Bildquelle: Bernd Bast/Pixelio.de

Goldafter

Ein weiterer Schädling, eine Raupe namens „Goldafter“ macht sich zudem gerade in unserem Gemeindegebiet breit. DieseGoldaftergespinst Art bevorzugt Bäume und Sträucher in der offenen Landschaft, Alleebäume, Solitärbäume sowie Obstbäume in Gärten und auf Streuobstwiesen. Oftmals kommt es zum Kahlfraß, so dass der Goldafter als Schädling angesehen wird. Eine Bekämpfung ist möglich durch das Abtrennen der Überwinterungsgespinste nach dem Laubfall oder Besprühen der Blätter mit Bazillus thuringiensis-Präparaten oder Neem-Präparaten im Jungraupenstadium, bevor die Gespinste dicht gesponnen werden. Auch hier ist für uns eine Firma tätig, die diese befallenen Bäume mit einem solchen Präparat besprüht.

Goldaftergespinst
Bildquelle: Wikipedia

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