Aktuelles zum Projekt "Lecherlebnissteg"

Der Markt Meitingen bewirbt sich um die Förderung einer Machbarkeitsstudie.

Beim Lecherlebnissteg soll es sich um eine Stahlhängebrücke handeln, die von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Bisher sind die beiden bestehenden Lechbrücken bei Meitingen und Langweid rund acht Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Der geplante Erlebnissteg soll zukünftig auf nahezu halber Strecke den Meitinger Ortsteil Herbertshofen mit dem Todtenweiser Ortsteil Sand verbinden. Auf beiden Ufern des Lechs bestehen bereits heute gut ausgebaute Rad- und Wanderwege, die durch diesen Erlebnissteg miteinander verbunden werden würden.

Vom geplanten Erlebnissteg erhofft man sich des Weiteren einen besucherlenkenden Effekt, indem Badegästen aus dem Markt Meitingen, die bisher Kiesbänke auf dem Lech nutzen, der Zugang zu den Sandner Badeseen erleichtert wird. Dies hätte im Hinblick auf Badesicherheit und den Naturschutz zwei große Vorteile: Zum einen handelt es sich bei den Seen - im Gegensatz zum teils unberechenbaren Lech - um stehende Gewässer, die von der örtlichen Wasserwacht beaufsichtigt werden. Zum anderen nistet auf den Kiesbänken des Lechs parallel zur Badesaison der geschützte Flussregenpfeifer (Bodenbrüter), dessen Gelege im Kies von den Badegästen leicht übersehen werden können.

Ein angegliederter Aussichtsturm, der konstruktionsbedingt gleichzeitig als Pfeiler für die Brücke fungiert, könnte dazu dienen, Klassen, Einzelpersonen und (Rad-)Wandergruppen das Beobachten der Tierwelt am Lech zu ermöglichen, ohne diese (bspw. durch das Betreten der Kiesbänke oder der Auwälder) unnötig zu stören.

In der Sitzung des Marktgemeinderates vom 20. Oktober wurde vom Großteil der anwesenden Marktgemeinderäte grundsätzliches Interesse an diesem Projekt bekundet. Es wurde allerdings beschlossen, dass die Realisierung des Projekts nur in Angriff genommen werden soll, sofern der finanzielle Eigenanteil des Marktes Meitingen die Grenze von 800.000 Euro nicht übersteigt.

Ein Beispiel aus Legau, wie diese Brücke aussehen könnte, finden Sie hier.

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