Auf ein Wort ...

Bürgermeister Dr. Michael Higl zu den neuen Kostensätzen, die seit dem 1.1.2021 auf den örtlichen Wertstoffhöfen gelten:

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,

nachdem uns jetzt der Frühling auch wieder zur Gartenarbeit und zum Entrümpeln animiert, möchte ich Ihnen einige Erläuterungen liefern, die sowohl das Angebot als auch die aktuellen (Preis)Änderungen auf unseren Wertstoffhöfen betreffen:

Der Markt Meitingen betreibt für den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg (AWB) die Sammelstellen am Wertstoffhof in Meitingen und Langenreichen. Diese Dienstleistungen stehen grundsätzlich jedem Landkreisbürger offen. Zum Umfang gehören der Großteil des Angebots vom Kartonagencontainer über den Sperrmüll bis zu den Elektrokleingeräten. Die Finanzierung dieses Angebots erfolgt über Ihre Müllgebühren.

Darüber hinaus hat der Markt Meitingen die Aufgabe vom Landkreis übertragen bekommen, Grünabfälle, Bauschutt und Aushub anzunehmen. Dies erfolgt in Eigenregie, d.h. nach den haushaltsrechtlichen Vorgaben müssen die anfallenden Entsorgungskosten über Gebühren von den Anlieferern bezahlt werden.

Die haushaltsrechtlichen Vorgaben sehen vor, dass Kosten, die für die Entsorgung anfallen, nicht über die allgemeinen Steuern finanziert werden dürfen, sondern direkt von den Verursachern verlangt werden müssen. Es dürfen aber auch keine Gewinne einkalkuliert werden.

Angesichts von rund 100.000 Euro jährlich ungedeckten Entsorgungskosten wurden wir durch den bayerischen kommunalen Prüfungsverband nachdrücklich darauf hingewiesen, unsere Gebühren neu zu kalkulieren. Diese Kalkulation der Verwaltung wurde durch den Markgemeinderat in einer Arbeitsgruppe begleitet und der Vorschlag für die neuen Gebühren in öffentlicher Sitzung der gemeindlichen Gremien mehrmals behandelt und im Dezember beschlossen.
In den Kalkulationen blieben übrigens die Kosten des Baus des neuen Wertstoffhofes unberücksichtigt: Die Preissteigerungen sind auf die in den letzten Jahren enorm gestiegenen Entsorgungskosten zurückzuführen, die Sie auch beobachten, wenn Sie bei einem privaten Entsorgungsunternehmen anliefern.

Insbesondere die „Meitinger Spezialität“, die kostenlose Annahme des Grünguts, konnten wir vor diesem Hintergrund leider nicht mehr durchhalten, allerdings bitten wir zu berücksichtigen, dass mit der braunen Tonne eine Freimenge für alle Bürger besteht. Allein in diesem Bereich fielen übrigens in den letzten Jahren jährlich 50.000 Euro Entsorgungskosten an.

Wir nehmen über diese gesetzlichen Annahmeverpflichtungen hinaus weitere Materialien an, da im Alltag immer wieder Stoffe angeliefert werden, die über dieses Programm hinausgehen, z.B. Altholz, Heraklit oder Dachpappe.
Für diese Stoffe erheben wir Beträge, mit denen wir die damit verbundenen Kosten für die Annahme und Entsorgung decken.

Berechnungsmaßstab für die Kosten bei all diesen Stoffen ist das angelieferte Volumen auf oder im Fahrzeug, das unsere Mitarbeiter vor Ort abschätzen und kassieren. Ich bitte Sie um Ihr Verständnis, dass unsere Mitarbeiter diese Vorgaben durchsetzen müssen.

Wenn Sie unser Team am Wertstoffhof verstärken möchten, freue ich mich übrigens sehr über Ihre Bewerbung!

Ihr

Dr. Michael Higl
1. Bürgermeister

 

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