Pressemitteilung - Lohwald-Umbau und Erweiterung

Pressemitteilung des Marktes Meitingen anlässlich der Absage eines Gesprächsforums zum Thema Lohwald-Umbau und -Erweiterung

Mit Unverständnis reagiert der Erste Bürgermeister des Marktes Meitingen, Dr. Michael Higl, auf die Absage eines angebotenen Gesprächsforums zum Thema Lohwald-Umbau. Zuvor wurde der Marktgemeinderat per Mail unter dem Absendernamen „Bannwald-Bündnis Unterer Lech“ aufgefordert, die namentlich nicht benannten Anfrager anzuhören.

Aufgrund der Pandemielage wurde vom Bürgermeister in Abstimmung mit allen Mitgliedern des Marktgemeinderats eine Gesprächsrunde von insgesamt 14 Personen vorgeschlagen, wobei der Marktgemeinderat durch die drei Bürgermeister sowie die vier Fraktionsvorsitzenden ihre Teilnahme zusagten. Der Absender der E-Mails wurde darum gebeten, ebenfalls sieben Teilnehmer zu benennen.

Statt der erwarteten Zusage erhielt der Bürgermeister nun eine Mail mit dem Hinweis, dass man nur vor dem Vollgremium sprechen möchte und daher das aktuelle Angebot ablehnen würde. Der Bürgermeister wurde unter Fristsetzung aufgefordert eine Veranstaltung entsprechend der Vorgaben des Mail-Verfassers anzusetzen.

"Wir wären gerne für eine intensive Auseinandersetzung mit den Argumenten der Gruppierung bereitgestanden und hätten ihnen im Gegenzug gerne auch andere Sichtweisen bezüglich dieser vielschichtigen und facettenreichen Thematik präsentiert. Wir finden die Ablehnung daher nicht schlüssig und enttäuschend,“ so Bürgermeister Dr. Michael Higl.

Der Bürgermeister kündigte an, die in den 1300 Seiten Verfahrensunterlagen enthaltenen Argumente in den Kernpunkten für eine vertiefte Information der Öffentlichkeit in den nächsten Wochen aufzubereiten.

In seiner persönlichen Bewertung kommt Bürgermeister Dr. Michael Higl aufgrund der Stellungnahmen der Fachbehörden und der Aussagen der eingebundenen Biologen und Förster zum Schluss, dass aufgrund der geplanten Naturschutz-, Artenschutz- und Aufforstungsmaßnahmen der Lohwald nachhaltig aufgewertet und in seiner Schutzwirkung gravierend verbessert und erweitert wird.

Die abschnittsweise vorgesehenen Rodungen von naturschutz- und forstwirtschaftlich weniger wertvollen Beständen (aufgrund von Fichtenmonokulturen und Goldrutenbewuchs) würden mit den geplanten Aufforstungs- und Waldumbaumaßnahmen sowohl zeitlich als auch in der Wirkung weit überkompensiert. Der bisherige Wirtschaftswald werde zudem durch die Auflagen in einen viel höheren Schutzstatus überführt und könnte seine Wirkung erstmals auch in Richtung Biberbach/Zollsiedlung entfalten.

„Der Marktgemeinderat wird die Aufgabe sorgfältig wahrnehmen, sämtliche schriftlich eingegangenen Stellungnahmen zum Verfahren zu würdigen. Damit wird auch sichergestellt, dass alle Argumente von allen Marktgemeinderäten in die Entscheidung einbezogen werden, gleich ob die Stellungnahmen von lauteren Meinungsmachern oder im Auftreten unauffälligeren Personen oder Behörden geäußert werden.“ Bürgermeister Dr. Michael Higl

Aus diesem Grund hat sich der Marktgemeinderat bereits in mehreren Klausurtagungen auch vor Ort intensiv mit verschiedenen Themenbereichen unter Einbeziehung von verschiedenen Sachverständigen, u.a. promovierten Biologen, befasst. In diesem Zusammenhang wurden auch die Antragsteller gehört, die die unternehmerische Notwendigkeit sowie die Bereitschaft für die weit über das gesetzliche Maß hinausgehenden Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen versichern und erläutern mussten.

Bürgermeister Dr. Michael Higl: "Ungeachtet dieses ausgeschlagenen Angebots werde ich das bewährte Forum des Runden Tisches bestehend aus Vertretern der beiden Bürgerinitiativen, des örtlichen Bund Naturschutz, der Bürgermeister der beiden Nachbargemeinden und der Werksleitung fortführen und zur schon länger geplanten Folgeveranstaltung (die aufgrund der Pandemie verschoben wurde) in Kürze diesen Personenkreis einladen, um auch weiterhin offen für Argumente und Erläuterungen zu sein.“ 

Stand: 20.05.2021

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